Meine Erfahrung beim Creative Business Award 2021

Was dich bei einer Teilnahme erwartet. Wieviel Aufwand es wirklich ist und ob es sich am Ende des Tages lohnt, überhaupt mitzumachen.


Ich habe heuer das erste Mal beim Creative Business Award von Riz up, die Gründeragentur des Landes Niederösterreich, mitgemacht.


Was ist der Creative Business Award?

DIE Auszeichnung für kreative Geschäftsprojekte in Niederösterreich


Der Creative Business Award sucht und prämiert die kreativsten niederösterreichischen Unternehmen, Geschäftsideen und Projekte in den folgenden 3 Kategorien:

- Creative Business - Creative Idea/Start-Up - Creative Student


Warum macht man da mit?

Die Sieger jeder Kategorie erhalten je Eur 3.000,- Geldprämie. Außerdem gab es heuer gleich 2 Sonderpreise je Eur 1.000,-für den Publikumsliebling (das Video mit den meisten Ansichten aus Österreich auf YouTube) und für die kreativste Einreichung.


ABER: Es geht natürlich nicht nur ums Geld!


Vielmehr war es mir wichtig mit meinem jungen Unternehmen mehr Sichtbarkeit zu bekommen. Als Einzelunternehmer*in, steckt ja schon im Namen, ist man halt gerade am Anfang alleine für alles verantwortlich und macht auch vieles alleine. Da muss man sich schon gut überlegen, in welche Projekte man seine wertvolle Zeit (neben 3 Teens im Haus) steckt.

Außerdem bin ich ein sehr neugieriger Mensch und freute mich schon auf die anderen Einreicher*innen, ihre Projekte, ihre Videos, auf ein mögliches Kennenlernen und den wertvollen Austausch untereinander. Man lernt immer etwas.


Auch neugierig? Hier geht es zu allen Einreichungen.


Wie reicht man ein und welche Unterlagen werden benötigt

Die Einreichung über die Website war grundsätzlich einfach genug. Ein paar Formulare ausfüllen, dann meinen Kurz-Lebenslauf und Fotos hochladen, sowie den ausgearbeiteten Kriterienkatalog:

- Kreativität: einzigartig, neuartig und/oder originell

- Kundennutzen: was haben die KundInnen davon?

- Umsetzung: welche nächsten Umsetzungsschritte sind geplant?

- Qualität der Einreichung: Beschreibung, Fotos, Videos, Ansichtsexemplare.


Ein Ansichtsexemplar einer meiner pajama-day Kinderhosen machte sich auch noch schnell auf die Reise. Die Einreichfrist war der 6. Januar.


Bei Fragen kann man sich immer an das Team rund um Frau Mag. Hofer wenden. Sie helfen alle kompetent, freundlich und unkompliziert.


Anfang März kam dann noch eine E-Mail mit der Bitte ein selbst produziertes Handy-Video mit der Kurzvorstellung seines Projektes im Quer-Format mit einer max. Dauer von 30 - 60 Sekunden hochzuladen. Wir hatten eine Woche Zeit dafür.


Kreativität war gefragt.


Wenn dein eigener Perfektionismus dir fast zum Verhängnis wird

Ich überlegte mir, wie ich meine Kinderhosen am besten präsentieren könnte und was ich in diesen 60 Sekunden alles unterbringen möchte. Es gibt viele tolle Details und Informationen zu meinen Hosen. Jetzt musste ich mich für das, was ich für das Wichtigste hielt, entscheiden: mein innovativer Hosenbund.


Das 60 Sekunden Video zu machen, war viel schwieriger als ich mir das ursprünglich gedacht habe. Erstens bin ich nicht gerne vor der Kamera, zweitens rede ich lieber mit Menschen anstatt in eine Kamera hinein und drittens durfte ich lernen, dass "einen Text fehlerfrei, lebendig, sympathisch und lässig zu erzählen" auch nicht zu meinen Stärken zählt.


Also übte und übte ich bis ich meinen eigenen Text nicht mehr hören konnte und nahm es unzählige Male auf (ich glaub' es waren über 100 Versuche) bis ich mich weder versprach, noch irgendwelche komischen Gesichter zog.


Motiviert und mental unterstützt wurde ich von meiner fabelhaften Tochter Isabell. Sie half mir meine Stimme aufzuwärmen, lachte mich aus, wenn ich mal wieder komisch dreinschaute oder kreative Wortbildungen von mir gab und drückte - ganz wichtig - den Auslöser.

... wie du siehst, ist mir das nicht alles ganz gelungen, aber ich bin trotzdem sehr stolz auf mein Video. Ich habe meine Komfortzone verlassen und es "einfach" gemacht.


Nächstes Mal bin ich - hoffentlich - schneller und lockerer.


Hier mein Meisterwerk:


Rund 80 Einreichungen erreichten diesmal die Jury. Es ist ein bunt gemischtes Feld aus kreativen Ideen und technischen Innovationen, sodass es sicherlich schwer für die Jury war, die Sieger zu küren.


Ende März bekam ich Bescheid, dass ich mit pajama-day unter den Top 9 Projekten in der Kategorie Creative Business im Finale bin. JUHUU!!! Ich freute mich riesig!


Kurz darauf trudelte eine Goodie-Box ein mit vielen coolen Sachen. Neugierig? Dann klicke auf das Video um den Inhalt zu begutachten:


Das war schon mal ein guter Start ins Finale.


Am Montag, den 12. April um 18:30 war es dann endlich soweit. Die Preisverleihung begann. Ich machte es mir mit Popcorn vom Nikolo und einem Cocktail aus BeSonder und Gin gemütlich. Via Zoom hatte jede*r Finalist*in einen eigenen Zugang und konnte so individuell zu geschalten werden.


Die Moderation übernahm souverän Margit Laufer. Gemeinsam mit dem Präsidenten der WKO Wolfgang Ecker und dem Landesrat für Wirtschaft, Tourismus und Sport Jochen Danninger wurden die einzelnen Sieger*innen in jeder Kategorie gekürt.


Jetzt spanne ich dich nicht länger auf die Folter. Dies sind die Sieger*innen des Creative Business Awards 2021: mit dem Klick aufs Bild kommst du zur Aufzeichnung der Preisverleihung.



Fazit


Auch wenn du nicht gewinnst, gewinnst du durch diesen Wettbewerb auf alle Fälle mehr Sichtbarkeit und erreichst viele Menschen, die dich sonst wahrscheinlich nicht kennengelernt hätten.


Außerdem lernt man andere Unternehmer*innen kennen und kann sich austauschen. In Zeiten von Corona zwar nur online, aber nicht weniger interessant.


Man merkt schnell, dass wir meist mit den gleichen Themen, wie Social Media Präsenz, Content-Erstellung und Zeitmanagement, kämpfen. Denn den allgemein gültigen "richtigen Weg" etwas anzupacken, gibt es einfach nicht. Jede*r macht es auf ihre/seine Weise und probiert vieles aus. Manches funktioniert und manches halt nicht.


Hier den Mut und deinen Enthusiasmus nicht zu verlieren, ist an manchen Tag die größte Herausforderung. Wie Winston Churchill schon richtig erkannte:


Es war für mich mein allererster Wettbewerb in dieser Art. Es war mit mehr Aufwand verbunden, als ich ursprünglich gedacht hätte. Vor allem das selbstproduzierte Handyvideo war für mich eine riesige Herausforderung.



Was ich noch schön gefunden hätte ...

... zu wissen, wer in der Jury ist.


... zu erfahren warum das Siegerprojekt herausstach und zu überzeugen wusste. Dadurch könnten wir alle lernen und zukünftig besser einschätzen auf was die Expert*innen in der Jury überhaupt Wert legen.


In aller Kürze: wenn du überlegst daran teilzunehmen, dann ist es definitiv einen Versuch wert!


Herzlichst,

Karin


P.S.: Falls du unsere großartigen Pyjamahosen noch nicht kennst, dann schau am besten gleich im Shop vorbei. Bei Fragen melde dich einfach bei mir. Ich bin gerne für dich da.







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